Seminar IT-Recht 2021

  • 21. bis 23. Juni 2021 in Port de Pollença/Mallorca
  • Fortbildungsseminar gem. § 15 FAO
  • 10 Zeitstunden
  • Optional Lernerfolgskontrolle zur Erreichung zusätzlicher 5 Zeitstunden im Selbststudium gem. § 15 Abs. 4 FAO n.F. ohne Zusatzkosten

Termine und Vortragszeiten

  • 21.06.2021 09:00 bis 13:00 Uhr inklusive Pause
  • 22.06.2021 09:00 bis 13:00 Uhr inklusive Pause
  • 23.06.2021 09:00 bis 13:00 Uhr inklusive Pause
Seminar IT-Recht 2021

Themen und Referenten (vorläufig, Änderungen vorbehalten)

 

Update DSGVO – die aktuelle Verwaltungs- und Gerichtspraxis
Holger Loos – Lisa Scheblein

Das Inkrafttreten des einheitlichen EU-Datenschutzrechts jährt sich am 25.05.2021 zwar nun bereits zum dritten Mal. Die DSGVO stellt beratende Rechtsanwälte und Datenschutzbeauftragte jedoch weiterhin vor neue und anspruchsvolle Aufgaben. Während die Verwaltungspraxis sich nur schleppend in Richtung Vereinheitlichung bewegt, wird der Erfahrungsschatz der EU-weit praktizierenden Datenschützer zusehends reichhaltiger. An diesem Wissen werden die Teilnehmer partizipieren. Themen des DSGVO-Updates 2021 werden insbesondere sein:

  • Die praktische Arbeit eines Datenschutzbeauftragten, auch unter Berücksichtigung aktueller Urteile, z.B.
    • Ende des Privacy Shield: Datenschutzkonformer Umgang mit Datenverarbeitung in den USA – Praktischer Leitfaden zur Risikominimierung
    • Datenschutzkonforme Gestaltung von Webseiten, Apps und Social-Media-Auftritten (Cookie-Banner und praktische Umsetzung)
    • Irrglaube „Für Apps existieren keine Cookies“ – DSGVO konforme App-Gestaltung und die Problematik des ID-Tracking
  • praktische Anwendungsfälle zur Risikominimierung und zum Umgang mit Affiliate Marketing
  • Datenschutzrechtliche Fallstricke beim Online-Marketing (insb. DSGVO und Direktwerbung)
  • Einrichtung und Überwachung eines effektiven Datenschutzmanagements
Holger Loos

Holger Loos

Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht Holger Loos ist ein IT- und Medienrechtler der ersten Stunden. Er war einer der ersten Fachanwälte für IT-Recht in Nord-Bayern und zählt heute zu den Internetrechts-Experten in Deutschland. Er ist Partner in einer kleinen IT-Rechts Boutique in der Nähe von Würzburg und Mitgründer/Geschäftsführer der Firma SiDIT, welche bundesweit Datenschutzbeauftragte bestellt und ein DSGVO-Portal betreibt. Er unterrichtet als Dozent an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg an der Schnittstelle Marketing/Recht, an der IHK Schweinfurt-Würzburg unter anderem zu Medienrecht, bildet an der IHK Datenschutzbeauftragte aus und ist gefragter Speaker, Autor und Interviewpartner zu Themen rund um IT-Recht/Medienrecht/Datenschutzrecht.

Lisa Scheblein

Lisa Scheblein

Lisa Scheblein ist bereits seit den ersten Stunden der DSGVO externe Datenschutzbeauftragte für die Firma SiDIT bei zahlreichen namhaften KUM und Startups, hierbei insbesondere im digitalen und/oder medizinischen Bereich. Sie ist Wirtschaftsrechtlerin (Master) und hat sich bereits im Zusammenhang mit ihrer Masterarbeit stark auf Datenschutz spezialisiert.  Sie bildet neben ihrer Haupttätigkeit auch an der IHK Würzburg-Schweinfurt Datenschutzbeauftragte aus.

Vertragsgestaltung in agilen Softwareprojekten
John Krüger

Wer schreibt denn heute noch Pflichtenhefte? Softwareentwicklung ist agil, digital, vernetzt, kollaborativ, prozessgetrieben, richtungsorientiert, aber ergebnisoffen – auf den ersten, zweiten und dritten Blick ein Alptraum für den vertragsgestaltenden Juristen. Der will konkrete Pflichten und Pflichtverletzungen, Erfolge, Leistungen und Misserfolge schon im Vorfeld definieren. In kleinen und großen Softwareprojekten juristisch auch bei agilen Entwicklungsmethoden den Durchblick zu behalten, ist vermeintlich den Spezialisten vorbehalten, den „Nerds“. Um das zu ändern, werden die folgenden Themen das Seminar bestimmen:

  • Das agile Manifest und Vertragsgestaltung.
  • Geschüttelt, nicht gerührt: Vertragstypen-Bingo.
  • Meine Rechte, Deine Rechte – wann machen wir Gesamtabnahme?
  • Abnahme, Wartung & Pflege, Service-Management, Gewährleistung, Change-Management.
  • Die Kür: Agil zum Festpreis?
John Krüger

John Krüger

Rechtsanwalt John Krüger ist Fachanwalt für IT-Recht und Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz bei Cornea Franz Rechtsanwälte. Er ist Mitglied des Fachprüfungsausschusses „Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz“ der Rechtsanwaltskammern Nürnberg und Bamberg. Er hält Resilienz, eine ordentliche Portion Idealismus und Respekt für sein Gegenüber für die wichtigsten Eigenschaften eines guten Anwalts, verrät in der Erstberatung immer zu viel und nimmt Misserfolge stets zu persönlich.

Künstliche Intelligenz in Online-Medien
Hans-Christian Gräfe

Künstliche Intelligenz (KI) ist zum Gebiet praktischer Anwendungen geworden. Trotz einer gewissen Unschärfe bei der Verwendung der Begriffe KI, Algorithmus, Automatisierung und Autonomie, nehmen intelligent genannte Software und Technik zunehmend Einfluss auf die Online-Welt, in der wir uns bewegen, sei es beim Erstellen von Inhalten, beim Ausspielen oder bei der Filterung. Dem hat sich auch eine Projektgruppe innerhalb der KI-Enquete des Bundestages gewidmet und politische Handlungs- und Regulierungsempfehlungen verfasst. Diese sollen vorgestellt, eingeordnet und diskutiert werden. Die politische wie rechtliche Betrachtung der Thematik setzt zunächst die Einordnung der Technologie sowie den Kontext ihres Anwendungsgebietes voraus. Ein praktisches Beispiel dafür ist die automatische Textgenerierung wie etwa im sogenannten Automated Journalism oder bei Chatbots. Die einzelnen Schritte der Automatisierung werden von Fragen des Medien-, Datenschutz- und Urheberrechts flankiert – vom Auslesen oder Einspielen der Informationen über die Verarbeitung zum vorgegebenen Zweck bis hin zum Endprodukt und dessen Platzierung. Der Status de lege lata wird vorgestellt und Vorschläge de lege ferenda werden diskutiert, insbesondere wird es um folgende Themenschwerpunkte gehen:

  • Schutzfähigkeit von KI-Anwendungen: Urheberrecht, Patentrecht, Leistungsschutzrecht
  • Einfluss von KI auf Demokratie und Medien: IT- und medienrechtliche Regulierung
  • Rechtliche Bewertung von Web Scraping: Urheberrecht, Datenschutzrecht, Leistungsschutzrecht
  • (Rechtliche) Einordnung der KI-Ergebnisse
Hans-Christian Gräfe

Hans-Christian Gräfe

Hans-Christian Gräfe ist Volljurist und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft. Er nimmt am LL.M.-Programm im Immaterialgüter- und Medienrecht an der Humboldt-Universität Berlin teil und hat Lehraufträge an der Technischen Universität Berlin und an der Northern Business School in Hamburg . Bei Telemedicus  gehört er zum Kernteam.

Bereits seit 2015 bewährt: Optional Lernerfolgskontrolle zur Erreichung zusätzlicher 5 Zeitstunden im Selbststudium gem. § 15 Abs. 4 FAO n.F. ohne Zusatzkosten

Rechtlicher Hintergrund

 

Seit dem Jahre 2015 müssen gemäß der neuen Fassung des § 15 FAO 15 Zeitstunden Fachanwaltsfortbildung nachgewiesen werden. § 15 Abs. 4 FAO eröffnet dabei die Möglichkeit, bis zu 5 Zeitstunden im Wege des Selbststudiums durchzuführen, sofern eine Lernerfolgskontrolle stattfindet. Die Satzungsversammlung hatte dabei eine Online-Fortbildung nach folgendem Muster vor Augen: „Bei der Online-Fortbildung erhalten die Teilnehmenden Newsletter für das entsprechende Fachgebiet, in denen aktuelle und fortbildungsrelevante Rechtsprechung sowie Aufsätze, Gesetzgebungshinweise und Praxishinweise zusammengefasst werden. Die Lernerfolgskontrolle findet durch die Teilnahme an einem an den Lerninhalten anknüpfenden Prüfungsmodul statt und wird gesondert bescheinigt.“ (SV-Mat. 28/2013, Begründung des Vorschlags für eine Änderung des § 15 FAO (Fortbildung)).

 

Kooperation mit Telemedicus

 

Unser Kooperationspartner Telemedicus gibt eben einen solchen Newsletter wöchentlich heraus. Bereits publizierte Ausgaben können in einem Archiv abgerufen werden. Telemedicus hat uns dazu (natürlich ohne Übernahme einer Gewähr) bestätigt: „Unsere Newsletter sind so konzipiert, dass sie den Anforderungen der Satzungsversammlung der BRAK an das Selbststudium im Rahmen des § 15 Abs. 4 FAO n.F. entsprechen. Insbesondere handelt es sich um Newsletter für das entsprechende Fachgebiet, in denen aktuelle und fortbildungsrelevante Rechtsprechung sowie Aufsätze, Gesetzgebungshinweise und Praxishinweise zusammengefasst werden.“ Das sorgfältige Studium der Telemedicus-Newsletter in einem Zeitraum von 6 Monaten nimmt nach unserer Überzeugung wenigstens 5 Zeitstunden in Anspruch.

 

Lernerfolgskontrolle

 

Als kostenlose Zusatzoption führen wir, basierend auf den Telemedicus-Newsletters der dem Fortbildungsseminar vorausgegangenen 6 Kalendermonate vor Ort in Mallorca eine schriftliche Lernerfolgskontrolle durch, über die wir eine gesonderte Bescheinigung ausstellen. Seit Einführung im Jahre 2015 wurden die von unseren Teilnehmern eingereichten Nachweise für das Selbststudium und die Lernerfolgskontrolle ausnahmslos anerkannt. Weder wir noch Telemedicus können aber dafür eine Gewähr übernehmen. Nach unserer Rechtsüberzeugung liegt aus den genannten Gründen aber eine Anerkennungsfähigkeit vor.

Unsere Leistungen

 

  • 10 Zeitstunden an drei Tagen Unterricht gem. § 15 FAO
  • Optional und ohne Zusatzkosten in Kooperation mit Telemedicus: Durchführung einer Lernerfolgskontrolle auf der Basis des für die Fortbildung im IT-Recht konzipierten Telemedicus-Newsletters (Ausgaben der 6 Kalendermonate vor der Veranstaltung) zur Erreichung weiterer 5 Zeitstunden im Selbststudium gem. § 15 Abs. 4 FAO neue Fassung (ohne Gewähr)
  • Tagungsgetränke
  • Arbeitsunterlagen (PDF)
  • Teilnahmebestätigung nach § 15 FAO
  • Bestätigung über Durchführung der Lernerfolgskontrolle nach § 15 Abs. 4 FAO neue Fassung

Wichtiger Hinweis

 

Sowohl die Anerkennung der Vortragsstunden als auch die Anerkennung der Zeitstunden für das Selbststudium obliegen ausschließlich der Beurteilung der zuständigen Rechtsanwaltskammern. Bislang wurde keiner Fortbildungsbescheinigung von SEGELN & RECHT die Anerkennung versagt.

Seminargebühren

 

520,00 Euro zzgl. MwSt. (618,80 Euro brutto) regulär 450,00 Euro zzgl. MwSt. (535,50 Euro brutto) für Mitglieder der DAVIT (Arbeitsgemeinschaft Informationstechnologie im Deutschen Anwaltsverein) sowie Junganwälte (bis maximal zwei Jahre nach Zulassung zur Anwaltschaft) Das Seminar findet in jedem Fall statt. Eine Mindestteilnehmerzahl gibt es nicht.